Afghanistan

Afghanistan: arm und gefährlich

Das seit Jahrzehnten konflikt- und kriegsgeschüttelte Land gehört zu den ärmsten und gefährlichsten Ländern weltweit. Frauen und Kinder leben besonders gefährlich, denn das Gesetz garantiert ihnen keinen Schutz. Positive Tendenzen sind seit einigen Jahren ansatzweise spürbar.

Gewalt ist für Frauen in Afghanistan alltäglich. Viele werden ausgebeutet und gehandelt oder wegen ihres Geschlechts diskriminiert und misshandelt. Oft im eigenen Daheim! Auf Gerechtigkeit und Schutz können sie selten hoffen. Es bleibt ihnen meist nur, sich dem totalitären patriarchalen System unterzuordnen. Etliche Frauen bringen sich auch durch Selbstverbrennung um.

  • 87,2% der befragten 4'700 Frauen und Mädchen haben Gewalt in irgend einer Form in ihrem Leben erfahren.
  • 70% der Frauen, die in Gefängnissen untergebracht sind, wurden wegen moralischer Verbrechen angeklagt, u.a. wegen Vergewaltigung und wegen Flucht vor dem Ehemann.
  • Im 2007 hielten sich 247 ausgebeutete, gehandelte oder zwangsverheiratete Mädchen und Buben in Jugendrehabilitationszentren oder Jugendgefängnissen auf.
  • Zwischen März 2009 und März 2010 haben sich 103 Frauen selbst verbrannt. Eine afghanische

 

Menschrechtskommission berichtet von 106 weiteren Fällen.

Quellen: UNICEF, Human Rights Watch, staatliche Behörde in Afghanistan

Unsere Hilfe

Unsere Hilfe für Betroffene:

 

  • Die COM unterstützt ein Schutzhaus für Frauen und Kinder, die an Leib und Seele bedroht sind. Im Haus hat es Platz für 15-20 Frauen mit ihren Kindern.
  • Die Opfer erhalten Schutz und werden von kompetenten Mitarbeiterinnen medizinisch und psychologisch betreut. Die Betreuung ist sehr anspruchsvoll. Sie verlangt viel Weisheit, Kompetenz, Kraft und Ausdauer. Mit den Betroffenen wird ein individuelles Schutzprogramm erarbeitet.
  • Während ihres Aufenthaltes haben die Frauen die Möglichkeit, interne Kurse und Seminare zu besuchen und sich weiterzubilden. Die Kinder werden je nach Alter in ihrer Entwicklung gefördert. Laufend werden Gefahrenanalysen gemacht und sichere Reintegrationshilfen überprüft.
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