Rumänien

Auf dem Land gibt es kaum berufliche Perspektiven

Obwohl Rumänien seit 2007 zur EU gehört, lebt ein Grossteil der Bevölkerung noch immer in Armut. Die Gesundheitsversorgung ist – vor allem auf dem Land – schlecht.

Rumänien liegt im Südosten Europas und grenzt an Bulgarien, Serbien, Ungarn, die Ukraine und Moldawien.

Die kommunistische Diktatur Nicolae Ceausescus von 1965-1989 hat in Rumänien tiefe Spuren hinterlassen. Besonders auf dem Land gibt es kaum berufliche Perspektiven. Dabei müsste Rumänien kein armes Land sein: zu seinen Ressourcen gehören Erdgas, Kohle vor allem Braunkohle, Salz, Gold, Wasserkraft und Erdöl. Korruption behindert jedoch die Entwicklung Rumäniens.

Politisch hat es das Land bis heute nicht geschafft, aus dem Umfeld des früheren kommunistischen Systems auszusteigen. Die führenden Politiker stammen noch heute aus dem Dunstkreis des alten Regimes und der Geheimpolizei.

Rumänien wird zu 41 Prozent durch Ackerland genutzt. Das Wirtschaftswachstum stammt aus Landwirtschaft, Industrie und Bauwesen. Eine weiterhin positive Entwicklung wird in den nächsten Jahren in der Bauwirtschaft erwartet. Ebenfalls sind Bereiche des Verkehrs wie Bahn- und Schifffahrt oder Energieprojekte durch internationale Finanzinstitute und EU-Programme im Aufschwung. Einzelbranchen wie die Kommunikations- und Informationsindustrie sind ebenfalls im Wachstum begriffen.

Die Arbeitslosigkeit könnte trotzdem auf über zehn Prozent ansteigen: Die Regierung baut unter Druck des Internationalen Währungsfonds im öffentlichen Sektor ab, gleichzeitig drohen in der Privatwirtschaft weitere Pleiten.

Als säkulares Land hat Rumänien keine Staatsreligion. Allerdings bekennt sich der überwiegende Teil der Bevölkerung zur Rumänisch-Orthodoxen Kirche.

Rumänien, und hier vornehmlich Bukarest, ist eine der europäischen Hauptdestinationen für pädo-sexuelle Straftäter. Insbesondere Strassenkinder sind ihre Opfer.

Unsere Hilfe

Gewerbe- und Landwirtschaftsförderung
Seit 1991 hilft die Christliche Ostmission Unternehmern und Landwirten mit Krediten beim Aufbau eines eigenen Unternehmens. Rund 1'000 Gewerbe- und 1'000 Landwirtschaftsbetriebe sind seit 1991 entstanden, über 10'000 Arbeitsplätze konnten geschaffen werden.

 

Vier Filialen bieten Unternehmern Dienstleistungen bei der Vergabe von EU-Förderungsgeldern an. Die ausgearbeiteten Anträge haben eine Erfolgsquote von beinahe 100%.

 

Ein umfassendes Ausbildungsprogramm gewährleistet eine hoch professionelle Aus- und Weiterbildung der Unternehmer. Seit einigen Jahren geschieht diese Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Universität Emanuel in Oradea.

 

Jugendarbeit
In Volksschulen, Gymnasien und Berufsschulen bieten Mitarbeiter Lektionen zu den Themen Ethik, Familie und Sexualität an. Während den Sommermonaten führt die Christliche Ostmission Jugendlager für Kinder aus meist sozial schwachen Familien durch.

 

Mission
Die Christliche Ostmission unterstützt in Rumänien Missionare. Sie erhalten finanzielle Hilfe beim Aufbau neuer Kirchgemeinden in abgelegenen Gebieten.

 

 

Wissenswert

Das Gewerbe- und Landwirtschaftsförderungsprogramm der Christlichen Ostmission hat national und international grosse Beachtung gefunden. Das Konzept wurde in Länder wie Moldawien, Kirgistan und Vietnam multipliziert. Mitarbeiter aus Rumänien sind bei der Ausbildung von Unternehmern in den erwähnten Ländern beteiligt. Unternehmer aus Rumänien beteiligen sich finanziell an Projekten der Christlichen Ostmission – auch ausserhalb Rumäniens. Wir sind ein wenig stolz darauf: Hier findet Multiplikation national und international statt.

 

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