Frauen- und Kinderhandel

Menschenhandel ist eine moderne Form der Sklaverei

Menschen werden für die sexuelle Ausbeutung in der Prostitution, die Herstellung pornographischen Materials und die Entnahme von Körperorganen angeworben, vermittelt oder angeboten.

Weltweit fallen laut EDA jährlich bis zu 2.4 Millionen Personen dem Menschenhandel zum Opfer. Frauen und Kinder sind besonders gefährdet. Die Christliche Ostmission setzt sich vehement gegen den Menschenhandel ein.

Unsere Hilfe

Opferbefreiung und Rückschaffung

Mit gezielten Einsätzen in Rotlichtvierteln engagiert sich die Christliche Ostmission in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen für die Befreiung von Kindern, Teenagern und Frauen aus Bordellen.

Betreuung

Die Betreuung der befreiten und traumatisierten Kinder und Frauen erfordert professionelle und individuelle Hilfe und eine gute Infrastruktur in Rehabilitationszentren. Die Aufarbeitung der grauenhaften Erlebnisse benötigt oft Jahre. Mit verständnisvoller Pflege, Respekt und Wertschätzung werden die Opfer auf dem Weg in ein würdiges und selbständiges Leben begleitet.

 

Reintegration

Die grösste Herausforderung besteht in der Reintegration der Opfer in die Gesellschaft. Meist können die Kinder und Frauen nicht in die alte Umgebung zurückkehren, weil sie ausgegrenzt würden. Bei Kindern und Teenagern aus dem Menschenhandel ist die fehlende Schulbildung eine grosse Hürde bei der Arbeitssuche. Nicht selten müssen erst die grundlegendsten schulischen Kenntnisse vermittelt werden.

 

Sichere Emigration und Grenzkontrollarbeit

Für viele junge Menschen in wirtschaftlich schwachen und korrupten Ländern gibt es kaum Aussichten auf eine gute Ausbildung oder einen sicheren Arbeitsplatz. Viele junge Menschen sehnen sich nach dem Leben im Westen. In Volksschulen und Gymnasien macht die Christliche Ostmission mit Vorträgen auf die Gefahren des Menschenhandels aufmerksam.

 

An Nepals unbewachter Grenze zu Indien versuchen ehemalige Zwangsprostituierte in unermüdlichem Einsatz potenzielle Opfer aufzuhalten. Sie informieren die Ausreisewilligen über mögliche Gefahren, kontrollieren ihre Reisepapiere und helfen ihnen, wenn nötig, in ihre Heimatdörfer zurückzukehren.

 

In den vergangenen Jahren konnten so über 15'000 Mädchen und Frauen abgefangen werden, die an Bordelle verkauft werden sollten.

 

Prävention

Heimkinder aus Osteuropa müssen im Normalfall nach Abschluss ihrer Schulzeit das Heim verlassen. Mit 16 Jahren dürfen sie noch nicht arbeiten. Sie haben kein soziales Netz und laufen Gefahr, Opfer von Menschenhändlern zu werden. Um dem entgegen zu wirken, werden Pflegefamilien gesucht, die bereit sind, Kinder bei sich aufzunehmen.

 

Strafverfolgung

Befreiungsaktionen und Razzien sind nur gestützt auf Gesetzesgrundlagen möglich. Genaue juristische Kenntnisse der landeseigenen Gesetze und das richtige Beweismaterial sind nötig, um eine erfolgreiche Strafverfolgung einzuleiten. Viele Frauen sind – wenn sie sich sicher und begleitet fühlen – zu Strafanzeigen bereit.

 

Schweiz

Der hohe Konsum von Pornographie und die unersättliche Nachfrage in der Sexindustrie sind wichtige Ursachen für den Handel mit Menschen. Mit Informationsveranstaltungen in der Schweiz macht die Christliche Ostmission auf die komplexen Zusammenhänge der Sexindustrie und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft aufmerksam.

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