Indien

Einen USD pro Tag

Nach Angaben der Weltbank haben heute 44 % der Einwohner Indiens weniger als einen Dollar pro Tag zur Verfügung. Auch wenn die Ernährungssituation seit den 1970er Jahren entscheidend verbessert werden konnte, ist noch immer mehr als ein Viertel der Bevölkerung zu arm, um sich ausreichend zu ernähren. Und das sind immerhin knapp 300 Millionen Menschen oder mehr Menschen als in den ganzen USA leben. Die Folgen dieser unsäglichen Armut in Indien sind schlimm:

 

  • 70 Millionen Kinder leisten Kinderarbeit, davon sind 10 Millionen Zwangsarbeiter
  • 13 Millionen Kinder leben auf der Strasse
  • über 550'000 Kinder müssen sich prostituieren

 

Unsere Hilfe

Bihar

Im indischen Staat Bihar gibt es viele Dörfer, wo Kinder im Alter von 10 - 20 Jahren fehlen. Kinder in diesem Alterssegment werden meist von ihren Eltern aus existenzielle Gründen über einen Vermittler an Bordelle verkauft oder in der Industrie, Landwirtschaft und Steinbrüchen ausgebeutet. Damit diese Kinder vor Handel und Ausbeutung geschützt werden können, helfen wir den armen Dorfbewohnern eine neue Existenzgrundlage aufzubauen. Zudem fördern wir die Schulintegration der Kinder. In den von uns unterstützten Tageszentren erhalten die Kinder warme Mahlzeiten, medizinische und psychologisch-seelsorgerliche Betreuung sowie Nachhilfeunterricht und Aufgabenhilfe. 135 Kinder aus zwei Dörfern profitieren von unserem Angebot. Ihre Mütter werden in praktischen Anliegen und Lebensfragen beraten. Selbsthilfegruppen mit Sparprogrammen helfen, ihre Lebensumstände zu verbessern und einen kleinen Familienbetrieb aufzubauen.

 

Mumbai, ehemals Bombay

In der Stadt Mumbai schützen wir Kinder in Rotlichtvierteln vor Missbrauch, Menschenhandel und sexueller Ausbeutung. Viele Kinder leben dort mit ihren Müttern im Bordell – in einer Umgebung, wo Gewalt und Ausbeutung alltäglich ist. Sie brauchen dringend Schutz.

Die Christliche Ostmission hat für diese Kinder ein Tageszentrum im Rotlichtviertel eröffnet, wo sie psychologisch-seelsorgerliche sowie medizinische Hilfe bekommen und in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung gefördert werden. Zum Tageszentrum gehören zwei Nachtkrippen, eine für Mädchen und eine fürs Jungs. Ihre Mütter erhalten im Zentrum individuelle Beratung, Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Ausstiegshilfe aus der Prostitution. Die meisten Mütter wurden vor ihrem 18. Lebensjahr an Bordelle verkauft.

Über 18-jährige Jungs haben die Möglichkeit, ausserhalb des Rotlichtviertels in Wohngruppen zu leben und einer Arbeit nachzugehen. Dieser Schritt hilft massgebend mit, dass die Jungs nicht mehr dem negativen Einfluss des Milieus ausgesetzt sind und sich erfolgreich in die Gesellschaft integrieren können. 

 

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